Was ist eigentlich …. Akupunktur?

Akupunktur ist eine und wohl die bekannteste der fünf Säulen der Chinesische Medizin. Sie ist eine Methode, um den gestörten Kreislauf von Qi, Xue und fehlende Balance von Yin und Yang wieder ins Lot zu bringen ist die Akupunktur.

Mit dem Wissen und Verstehen, wo und weshalb ein Mangel oder Überschuss, eine Stagnation oder etwas Derartiges entstehen kann man mit der Akupunktur quasi „Schleusen öffnen oder schließen“, den Fluss (von Qi oder Xue) regulieren, umleiten, stärken oder ablassen, aus Speichern frei setzen sowie Yin und Yang der einzelnen Funktionskreise stärken, umleiten, ggf. auch ablassen. Dazu stehen mehrere hundert Punkte zu Verfügung, die unterschiedlichen Wirkung haben und geschickt kombiniert werden.

Einer Akupunktur geht eine chinesische Diagnose voraus. Die Diagnose umfasst das Abtasten bestimmter diagnostischer Punkte, eine ausgiebige Bewertung der Pulse, die Betrachtung und Bewertung des Aussehens der Zunge, Gesamterscheinung, Haarkleid usw. Im Rahmen deiner Akupunkturbehandlung werden auch Lebensumstände wie Haltung und Fütterung hinterfragt und ggf. Anregungen zu einer Veränderung gegeben (Diätetik).

Die Wirkung der Akupunktur bzw. der einzelnen Punkte wird heute einerseits chinesisch beschrieben (z.B. Qi oder Yang stärkend) aber auch westlich-medizinisch (z.B. Schmerzen in/ im …, Entzündung von …, Krankheitsbild xy). Die Punkte werden klassisch mit einer sehr feinen, sterilen Nadel unterschiedlicher Größe (z.B. 2,5 cm) und ganz geringer Dicke (0,x mm Durchmesser) gestochen, mit dem kontrollierten Abglühen einer speziellen Moxazigarre über dem Akupunkturpunkt wärmebehandelt (Moxibustion) oder mit heute verfügbaren Mitteln wie z.B. elektrischem Strom oder Laserstrahlung behandelt.

Heute weiß man naturwissenschaftlich-medizinisch sehr viel darüber, was im Gewebe des Körpers bei der Akupunktur passiert. Durchblutungssteigerung, Freisetzung bestimmter Neurotransmitter oder -hormone, Schmerzlinderung, Immunstimulation u.v.m. Es gibt einige Anwendungsgebiete, bei denen Akupunktur anerkannt hilfreich ist (siehe auch WHO-Liste Humanakupunktur).

Tierakupunktur?
Die Akupunktur ist in der Schmerztherapie recht bekannt, doch das ist nur ein kleiner Bereich. Es können Erkrankungen des Bewegungsapparates z.B. Arthrose, Arthritis, Verletzte Sehnen und Bänder, Lähmungserscheinungen und vieles mehr behandelt werden. Atemwegserkrankungen wie akuter Husten, Asthma oder COPD/RAO etc. sind ebenfalls ein großes Einsatzgebiet, daneben auch Verdauung, Stoffwechsel- oder hormonell bedingte Probleme, unter denen ja auch unsere Tiere vermehrt leiden. Aber auch Schwächezustände z.B. nach einer Operation oder einer schweren Erkrankung. Hautkrankheiten wie Ekzeme, schlecht heilende Wunden, bestimmte Augenerkrankungen, Zucht und Geburtshilfe und vieles mehr ergänzen die Liste möglicher Indikationen.

Natürlich nimmt der Akupunkteur auch Einfluss auf das geistige Wohlergehen Ihres Tieres. Die Chinesische Medizin trennt Körper, Geist und Seele nicht, sie gehören immer zusammen.

Akupunktur – wie oft? Je nach Anwendungsfall variiert die Behandlung über wenige bis mehrere Wochen und ein- oder mehrmals pro Woche.

Nebenwirkungen? Da es sich um eine Methode der Regulationsmedizin handelt und somit „etwas in Gang kommt“, kann es zu einer „Delle nach unten“ kommen, der sog. Erstverschlechterung. Darüber hinaus werden i.d.R. selten Komplikationen beobachten.

Die Chinesische Kräutertherapie erweitert mit das Anwendungs- und Wirkspektrum noch um ein vielfaches. Fortsetzung folgt

Mögliche Anwendungsbeispiele von A-Z: Arthritis, Arthrose, Asthma, Bandscheibenprobleme, Cauda Equina Syndrom, Chronisch Obstruktive Bronchitis (COPD, RAO), chronischer Durchfall oder Verstopfung, Dermatitis, Entzündung der Maulschleimhaut, Epilepsie, Headshaking, hormonelle Störungen, Hufrehe, Hüftgelenksdysplasie, Husten, Magengeschwür, Magenschleimhautentzündung, Narben, Schmerz allgemein, Sehnenentzündung, Sehnenscheidenentzündung, (Sommer)ekzem, Verletzungsfolgen, Wundheilungsförderung, Wobbler Syndrom (Ataxie), Zahnfleischentzündung und- schmerz, „unklare“ Krankheiten („schon alles versucht“).

Hinweis: Dieser Artikel ist eine Darstellung der Praxis KomplemenThera. Keinesfalls darf diese als allgemeine (Behandlungs)-empfehlung verstanden werden. Ebenso darf hieraus keine allgemeine Aussicht auf Heilung (Heilversprechen) abgeleitet werden. Bei dringenden und lebensbedrohlichen Notfällen, wie z.B. Verdacht auf Kolik, Magendrehung (Hund), größeren Verletzungen, starken Lahmheiten, (Verdacht auf) Vergiftungen muss umgehend ein Tierarzt//Tierklinik konsultiert werden.
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